Aug
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Uncategorized 27. August 2008

Kanarische Inseln – Entgegen den Meldungen der letzten Wochen hat die Reederei Fred Olsen bekannt gegeben, die Ticketpreise ab September zu senken. Das Fährunternehmen reagiert damit auf die sinkenden Treibstoffpreise. Bisher ist nicht bekannt um wie viel die Tickets billiger werden sollen. Betroffen von den Preisenkungen sind alle Verbindungen zwischen den Kanarischen Inseln.



 
Aug
27
Verkehr 27. August 2008

La Gomera – Selber eine Straße zu finanzieren, ist auch in Spanien und selbst auf den Kanarischen Inseln ungewöhnlich. In Taguluche auf La Gomera ist man allerdings des Wartens müde geworden. Nachdem das Ayuntamiento von Tabuluche mehrfach geäußert hat, kein Geld für den Bau der Straße zu haben, haben die Einwohner den notwendigen Geldbetrag gesammelt. Jeder hat mit 50 Euro dafür gesorgt, dass die einzige Verbindungsstraße zwischen Alojera und Tabuluche wieder saniert werden kann. Zuletzt ist an der Straße vor 25 Jahren gearbeitet wurde.



 
Aug
27
Wirtschaft 27. August 2008

Spanien – Licht am Ende des Tunnels für Arbeitslose bietet ein neues Programm der spanischen Regierung. Im kommenden Jahr sollen mit Unterstützung der Regierung 100.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Zentralregierung will zusammen mit den einzelnen Autonomien Programme erarbeiten um im wirtschaftlichen wie auch sozialen Bereichen für mehr Beschäftigung.



 
Aug
26
Verkehr 26. August 2008

Teneriffa – 15 Personen sind bei einem Zusammenstoß zwischen zwei Bussen der Titsa in Santa Cruz auf Teneriffa verletzt worden. Der Notruf ging um 17.10 bei der Notrufleitzentrale ein. Mit mehreren Ambulanzen rückten die Sanitäter in der Inselhauptstadt aus, um die Opfer zu versorgen. 13 der 15 verletzten konnten wenig später mit Schürfwunden und Prellungen entlassen werden. Zwei Personen werden noch im Krankenhaus behandelt.



 
Aug
26
Kurz notiert 26. August 2008

Kanarische Inseln – Gut 30.000 Frauen haben in den vergangen fünf Jahren auf den Kanarischen Inseln Anzeige wegen Gewalt durch den Ehemann oder Lebenspartner erstatten.
Zum Vergleich: spanienweit sind bei den Behörden im gleichen Zeitraum rund 300.000 Anzeigen eingegangen. Damit entfallen rund 10% der Fälle von Gewalt gegen Frauen in Spanien auf die Kanarischen Inseln. Dabei handelt es in den meisten Fällen nicht um Vergewaltigungen, sondern um körperliche Gewalt gegen Frauen. Weiterhin registitrieren die Behörden auf den Kanarsichen Inseln 20 Notrufe von Frauen die sich von ihren Partnern bedroht fühlen oder geschlagen wurden. Die Frauenorganisationen auf dem Archipel fordern mehr Investitionen für Frauenhäuser und anderen Einrichtungen um die erschreckenden Zahlen in den kommenden Jahren zu senken.



 
Aug
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Panorama 26. August 2008

Spanien – Spanien hat bei den Olympischen Spielen in Peking das zweitbeste Medaillenergebnis in der Sportgeschichte des Landes. Überraschend holte die Basketballmanschafft Silber und unterlag dem haushohen Favoriten USA nur knapp. Im Hockey unterlagen die Spanier knapp aber verdient im Finale Deutschland mit 0:1. Insgesamt haben die Spanier 18 Medaillien gewonnen und belegen damit den 14. Platz im Olympia Ranking. China hat unerwartet den ersten Platz in Sachen Edelmetall gemacht. Mit 51 Goldmedaillien liegt der Ausrichter der Spiele 2008 vor den USA mit 36 Goldmedaillien. Deutschland kam auf Platz 5 hinter Russland und England.



 
Aug
24
Kurz notiert 24. August 2008

Spanien – Nach dem ersten Startversuch der MD-82 schickte Ruben S. seiner Frau auf Gran Canaria eine SMS: “Hallo mein Liebling, mit dem Flugzeug stimmt irgend etwas nicht, ich will aussteigen”
Die besorgte Ehefrau schrieb zurück: “Oh, mein Gott, dann steig lieber aus”.

Die letzte Nachricht, die Josefa S. von ihrem Ehemann aus der Spanair Maschine erhielt lautete: “Sie lassen uns nicht raus, alle Türen bleiben geschlossen”
Schon Stunden nachdem klar war, dass die meisten der Passagiere den zweiten Startversuch der MD-82 nicht überlebt hatten, veröffentlichte die Witwe von Ruben S. diese allerletzte SMS-Korrespondenz mit ihrem Ehemann. Danach wurde bekannt, dasss Ruben S. wohl nicht der einzige Passagier war, der vor der Tragödie am liebsten aus der Spanair-Maschine ausgestiegen wäre. Laut der spanischen Tageszeitung ‘ABC’ wurde weiteren Passagieren vor dem verhängnisvollen Start der  Ausstieg verwehrt.



 
Aug
23
Panorama 23. August 2008

Olympische Spiele – Olympia ist der Zirkus Maximus. Für 2 Milliarden Dollar wird in Peking die grösste Show der Welt inszeniert. Getreu dem olympischen Motto gilt bei allem nur der Superlativ: noch höher, noch weiter, noch stärker. Und am Ende noch rentabler. Das Internationale Olympische Komitee rechnet mit 4,2 Milliarden Gewinn. Auch der TV-Sender NBC, der sich die Übertragungsrechte 893 Millionen Dollar kosten liess, reibt sich die Hände, denn die Einschaltquoten sind so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr. Und die Stadien sind stets voll jubelnder Menschen.

Aber was wird den Leuten in diesem Zirkus eigentlich gezeigt? Eine Freak-Show, wie man sie früher auf Jahrmärkten vorführte. Der unermüdliche Fischmann Michael Phelps, der mehr Gold holt als je ein Schwimmer zuvor. Der menschliche Blitz Usain Bolt, der völlig entfesselt durch das Leichtathletikstadion rast.

Bei Olympia zählt nur der Sieg, das ist schon lange so. In Peking aber ist nur der Super-Superlativ gut genug. Erst achtmal Gold machen Phelps zum Helden, nur die Weltrekorde machen Bolt zum Phänomen. Man stellt sich unwillkürlich die Frage, wie lange man an dieser Schraube noch drehen kann. Wird irgendwann in ferner Zukunft ein Schwimmer alle Rennen gewinnen? Laufen die Sprinter so lange immer schneller, bis die Uhr am Ende bei null steht? Holt einmal ein Land sämtliche 302 Goldmedaillen? Und was dann?

Manchmal, wenn der erste Jubel über eine weitere übermenschliche Leistung verhallt war, wurde es merkwürdig still in den Stadien von Peking. Selbst den Menschen, die in den Zirkus gekommen waren, um Sensationen zu erleben, war das alles nicht ganz geheuer. Waren da Übermenschen am Werk? Was ist ein Phelps mit seinem Fischkörper und den überlangen Armen? Was ist Bolt mit den Sieben-Meilen-Beinen? Die Selektion der Besten über Jahrzehnte hat Freaks der Evolution an die Spitze geführt. Schwimmer mit Füssen wie Flossen, Basketballer, so hoch wie Wolkenkratzer, pygmäenhafte Turnerinnen. Das sind nur die sichtbaren Aberrationen. Wissenschafter messen bei Spitzensportlern Organfunktionen, die weit jenseits dessen sind, was man bei normalen Menschen findet. Und es gibt Frauen, deren Hormonhaushalt stark männlich ausgeprägt ist.

All diese Dinge sind Aspekte von Talent, sie verschaffen den Athleten den oft entscheidenden Vorteil. Dass der eine oder andere Sportler unter normalen Menschen etwas komisch wirkt oder die eine oder andere Sportlerin sich vor dem Wettkampf rasieren muss, ist nebensächlich. Das Bild, das die Medien von ihnen zeigen, wird subtil geschönt.

Was aber, wenn das Sportsystem nicht mehr nur selektiert, sondern aktiv in die Evolution eingreift? Dass in Peking bereits mit Doping aus den Labors der Gentechniker experimentiert wurde, ist nicht unwahrscheinlich. Irgendwann könnte es sogar möglich sein, den perfekten Läufer, Schwimmer, Pingpong-Spieler oder Gewichtheber zu designen. Dann ist das, was wir in Peking gesehen haben, bloss ein lustiges Vorprogramm zur ganz grossen Show. Doch bleiben wir im Heute. Vieles spricht dafür, dass die schier unerklärlichen Leistungen mit Mitteln aus dem Giftschrank erzielt wurden. Vor den Spielen wurde systematisches Doping in Russland und Griechenland offensichtlich. In beiden Fällen halfen kriminalpolizeiliche Methoden dabei, Athleten reihenweise zu überführen. Aber das war nur die Spitze des Eisbergs. Die grosse Masse schwamm wohl unter der glänzenden Oberfläche Olympias. Wer ist angeklagt? Die Sportler, die sich schamlos auch der unappetitlichsten Methoden bedienen, um zu Gold und Geld zu kommen? Die Männer im Hintergrund, die mit illegalem Handel von Medikamenten den grossen Reibach machen? Oder die Milliarden-Maschine Olympia, die nicht mehr funktionierte, würde die Jugend der Welt nicht ständig an der Schraube der Leistungen drehen?

Manchmal geben sich die Herren der Ringe allzu proper. So schluckte der IOK-Präsident Jacques Rogge im Interesse des Geschäfts allerhand chinesische Kröten und warf im Gegenzug Usain Bolt mangelnden olympischen Geist vor, weil dieser nach seinen Siegen jeweils fröhlich das Tanzbein schwang.

Die Spiele von Peking sind in wenigen Stunden zu Ende, und man fragt sich, was in vier Jahren in London sein wird. Noch mehr Superlative? Wenn irgendwann alle Möglichkeiten ausgereizt sind und an der Startlinie zum Beispiel des 100-m-Laufes nur noch perfekte Homunculi stehen, wird es ein totes Rennen geben. Vielleicht in null Sekunden. (Gelesen in NZZ)



 
Aug
23
Wirtschaft 23. August 2008

Spanien – Spaniens Strände haben im Hochsommer weniger Touristen angelockt als im Vorjahr. Die Zahl der ausländischen Gäste ging im Juli mit 7,1 Millionen um acht Prozent zurück, wie die Regierung in Madrid gestern mitteilte. Bereits im Juni war die Zahl der Besucher erstmals seit einem Jahr rückläufig. Im Juli kamen nun auch weniger Deutsche ins Land: Ihre Zahl schrumpfte um 5,7 Prozent auf 1,1 Millionen. Noch stärker ins Gewicht fiel jedoch der Einbruch bei den Besuchern aus Frankreich: Die Zahl der Reisenden ging um gut ein Fünftel zurück. Auch die Briten, die traditionell das größte Besucherkontingent stellen, zog es nicht mehr so stark in südliche Gefilde zwischen Balearen und Kanaren. Einer Umfrage zufolge bringt die Mehrheit der Spanier die Einführung des Euro mit den wirtschaftlichen Problemen in Zusammenhang. Wie aus einer Umfrage der Zeitung “El Mundo” hervorgeht, sind insbesondere die jungen Spanier zunehmend euroskeptisch eingestellt.



 
Aug
23
Panorama 23. August 2008

Olympische Spiele – Spaniens Wunsch, bei den Olympischen Spielen der Opfer des schweren Flugzeugunglücks zu gedenken, ist beim IOC auf Widerstand gestoßen. Ein Antrag, spanische Flaggen auf Halbmast zu setzen und die Athleten mit Trauerbändern die Wettkämpfe antreten zu lassen, sei abgelehnt worden, erklärte das Olympische Komitee in Peking. Das IOC habe damit genauso entschieden wie bei ähnlichen Anfragen anderer Länder. Die spanischen Goldmedaillen-Gewinner im Segeln, Fernando Echavarri und Anton Paz, trugen auf dem Siegerpodest dennoch schwarze Armbänder.